Leinenführigkeit leicht gemacht: vor und zurück an der Schleppleine
Dein Hund soll lernen, dir zu folgen, ohne dass du die Leine benutzen musst. Sichere ihn mit einer locker hängenden Schleppleine, geh ein paar Schritte vor und wieder zurück und lade ihn beim Zurückgehen zu dir ein. Belohnt werden gute, zügige Reaktionen, und kommt er nicht mit, hilft mehr Abstand zur Ablenkung, nicht die Leine.
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Es gibt drei ganz wichtige Übungen für die Leinenführigkeit. Das hier ist die erste, mit der es draußen losgeht, nachdem die Leine drinnen ihre Aufregung verloren hat.
Das Ziel
Dein Hund soll lernen, dir zu folgen, ohne dass du die Leine benutzen musst. Das ist der Satz, den du dir merken solltest, weil er die ganze Haltung enthält: Die Leine ist nicht dein Werkzeug. Sie ist die Sicherung, falls etwas schiefgeht. Führen tust du mit deinem Körper und deiner Bewegung.
So baust du die Übung auf
- Sichern, nicht steuern. Sichere deinen Hund mit einer Schleppleine, ohne sie einsetzen zu wollen. Sie liegt locker, sie hängt durch, du hast sie nur in der Hand.
- Vor und zurück. Nun gehst du ein paar Schritte vor und dann wieder zurück. Jedes Mal, wenn du zurückgehst, lädst du deinen Hund zu dir ein: mit Körperdrehung, offener Hand, einem freundlichen Wort.
- Wieder mitnehmen. Ist er bei dir, nimmst du ihn wieder mit nach vorne. Dann das Ganze noch einmal.
- Belohnen, was zügig kommt. Belohne gute, zügige Reaktionen. Nicht das zögerliche Nachtrotten, sondern den Moment, in dem er mitgeht, weil du gegangen bist.
Der häufigste Fehler
Die Leine wandert doch in die Hand. Beim ersten Ruck korrigierst du, beim zweiten ziehst du, und schon ist es wieder Leinentraining mit Zug. Wenn dein Hund nicht mitkommt, ist nicht die Leine die Antwort, sondern mehr Abstand zur Ablenkung oder ein Schritt zurück in der Reihenfolge.
„Leinenführigkeit ist eine Impulskontrollübung, bei der sich der Hund an dir orientieren und folgen soll.“
Wenn vor und zurück sitzt, kommt die Übung, die ich für die wichtigste halte: vor dem Hund abbiegen auf der Null-Route. Probiere diese Übung aus und schau, wie sie bei euch funktioniert.
Ist schon das Anleinen aufregend, starte mit der Indoor-Übung zur Leinenführigkeit.
Häufige Fragen
Warum eine Schleppleine und keine kurze Leine?
Weil die kurze Leine dich verführt, sie einzusetzen. Mit der Schleppleine kannst du deinen Hund sichern, ohne ihn zu führen. Ziel der Übung ist, dass er dir folgt, nicht dass du ihn ziehst.
Wie oft und wie lange?
Kurz und täglich. Fünf Minuten vor dem Spaziergang reichen, wenn sie jeden Tag stattfinden. Zehn Wiederholungen mit guten, zügigen Reaktionen sind mehr wert als eine halbe Stunde Gezerre.
Mein Hund reagiert gar nicht, wenn ich zurückgehe.
Dann ist die Umgebung noch zu spannend. Geh an einen reizärmeren Ort oder zurück in den Garten. Und prüf, ob die Indoor-Übung schon sitzt. Wenn die Leine draußen noch Aufregung bedeutet, hört dein Hund dich nicht.
Das passt dazu
- ÜbungLeinenführigkeit: Mit dieser Übung startest du, ohne rauszugehenBevor du draußen an der Leine trainierst, muss die Leine drinnen ihre Aufregung verlieren. Die Indoor-Übung, mit der jeder Hund starten sollte, auch ein reaktiver.
- ÜbungWenn du nur eine Übung machst: die Null-Route für lockere LeineVor dem Hund abbiegen, bevor er dich überholt. Die eine Übung, mit der dein Hund lernt, sich auf eine Ankündigung zurückzunehmen. Aufbau, Ankündigung, Korrektur ohne Zug.
- ÜbungKreuz und quer: Die Übung, die deinen Spaziergang sofort verändertSo fokussiert sich dein Hund beim Spaziergang auf dich: kreuz und quer laufen, bis er auf dich achtet, dann erst losgehen. Dazu mein Ablauf jedes Spaziergangs.
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