Leinenführigkeit · Übung

Kreuz und quer: Die Übung, die deinen Spaziergang sofort verändert

Von 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Damit dein Hund sich beim Spaziergang auf dich fokussiert, läufst du zu Beginn an der Schleppleine kreuz und quer, bis er auf dich achtet, und belohnst bei dir. Ist er trotz zwei bis drei Richtungswechseln bei dir, startet der Spaziergang. Unterwegs belohnst du, wenn er spontan innehält, Blickkontakt aufnimmt und zu dir zurückkommt.

So fokussiert dein Hund sich beim Spaziergang auf dich! | Leinenführigkeit

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Was kannst du tun, damit dein Hund sich auf dich fokussiert und anschließend auch immer wieder freiwilligen Fokus anbietet? Probier diese Übung. Sie ist die meistgesehene auf meinem Profil, und sie dauert am Anfang des Spaziergangs zwei Minuten.

Die Übung

  1. Kreuz und quer. An der Schleppleine läufst du kreuz und quer, bis dein Hund auf dich achtet. Nicht geradeaus Richtung Ziel, sondern Haken, Bögen, Kehrtwenden. Ohne Kommando.
  2. Belohnen bei dir, und weitergehen. Schaut er zu dir oder kommt er mit, belohnst du das bei dir, also dort, wo er gerade ist, und gehst dabei weiter. Kein Stehenbleiben, kein Fest.
  3. Dann erst losgehen. Wenn dein Hund trotz zwei bis drei Richtungswechseln bei dir ist, kannst du auf den Spaziergang starten.
  4. Unterwegs das Freiwillige belohnen. Während ihr dann unterwegs seid, belohnst du außerdem, wenn dein Hund spontan innehält, Blickkontakt aufnimmt und zu dir zurückkommt.

Warum das sofort wirkt

Die ersten Meter entscheiden, in welchem Modus dein Hund den Spaziergang verbringt. Läuft er von der ersten Sekunde an voraus, ist der Spaziergang seiner, und du hängst hinten dran. Läuft er zuerst zwei Minuten kreuz und quer mit dir, hat er schon zehnmal nachgeschaut, wo du bist, bevor es überhaupt spannend wird.

So sieht mein Spaziergang aus

Meine Spaziergänge laufen immer in denselben Phasen ab, und genau das hält meine Hunde folgsam und orientiert:

  • Einpacken. Beide Hunde werden nacheinander ruhig ins Auto gepackt. Kein Gedränge an der Tür.
  • Aussteigen. Kontrollierte Abläufe und Konzentration trotz Aufregung. Wer rausspringt, ohne zu fragen, wartet noch einmal.
  • Die ersten Meter. Frei oder an langer Leine: lösen, schnüffeln, ankommen, orientieren.
  • Fünf Minuten Grundgehorsam. Danach fünf Minuten Übungen, wie die oben. Das macht den Unterschied im Alltag.

„Wenn du jeden Tag mit deinem Hund fünf Minuten trainierst, sparst du dir viel Zeit beim Hundetrainer.“

Diese fünf Minuten sind nicht Zusatzprogramm, sondern der Teil des Spaziergangs, der die anderen fünfzig entspannt macht. Welche Übungen in diese fünf Minuten gehören, steht in der Serie mit zehn Fokusübungen.

Wie dein Hund lernt, innerhalb eines bestimmten Abstands zu dir zu bleiben, erklärt das Radiustraining.

Häufige Fragen

Wie lange laufe ich kreuz und quer, bevor der Spaziergang startet?

Bis dein Hund trotz zwei bis drei Richtungswechseln bei dir ist. Manchmal sind das dreißig Sekunden, an einem aufregenden Tag fünf Minuten. Die Zeit ist gut investiert, weil der Rest des Spaziergangs davon lebt.

Was belohne ich unterwegs?

Alles, was dein Hund von sich aus anbietet: spontan innehalten, Blickkontakt aufnehmen, zu dir zurückkommen. Nicht das, was du abgefragt hast, sondern das, was er freiwillig zeigt. So wird freiwilliger Fokus häufiger.

Brauche ich dafür eine Schleppleine?

Für den Anfang ja, zur Sicherung. Sobald dein Hund die Richtungswechsel zuverlässig mitgeht und den Radius hält, kannst du die Leine schrittweise kürzen und später weglassen. Wie das geht, steht im Artikel zum Radiustraining.

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