Leinenführigkeit · Übung

Leinenführigkeit: Mit dieser Übung startest du, ohne rauszugehen

Von 2 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Leinenführigkeit startet drinnen, weil die Leine zuerst ihre Aufregung verlieren muss. Leine deinen Hund im Haus an, geh dann doch nicht spazieren, mach Indoor-Spaziergänge und nimm Schuhe, Schlüssel, Jacke und zuletzt die Tür stückweise dazu. Erst wenn das langweilig geworden ist, geht es nach draußen.

Mit dieser Übung startest du in die Leinenführigkeit

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Dein Hund kann nicht gut an der Leine laufen, soll es aber endlich lernen. Dann ist das die Übung, mit der ihr startet. Nicht draußen, wo Gerüche, Hunde und Radfahrer gegen dich arbeiten, sondern drinnen, wo du alles im Griff hast.

Warum drinnen

Die Leine ist für deinen Hund kein neutrales Ding. Sie ist die Ankündigung: Gleich geht es los. Mit der Leine kommt die Aufregung, und mit der Aufregung kommt der Zug. Solange die Leine Aufregung auslöst, trainierst du draußen gegen einen Hund, der schon vor der Haustür im Kopf beim Spaziergang ist.

Also nimmst du der Leine zuerst die Bedeutung.

So geht die Übung

  1. Leine anlegen, nicht rausgehen. Leine deinen Hund im Haus an, immer wieder, und geh dann doch nicht spazieren. Nimm die Leine wieder ab. Mach etwas anderes. So verliert die Leine ihre Aufregung.
  2. Indoor-Spaziergang in Indoor-Kleidung. Geh mit deinem angeleinten Hund durch die Wohnung. In Socken, im Pulli, ohne Jacke. Ein paar Runden, Richtungswechsel, kurze Pausen.
  3. Aufregung stückweise dazunehmen. Nach und nach kommen die Dinge dazu, die sonst den Aufbruch ankündigen: Schuhe, Schlüssel, Jacke, Tasche. Jedes Stück einzeln, jedes Stück so oft, bis es nichts mehr auslöst.
  4. Die Tür. Wenn das gut klappt, beginnst du, die Tür zu öffnen und zu schließen. Hier gilt dasselbe Prinzip: Wiederholung lässt die Aufregung kleiner.
  5. Beenden, ohne draußen gewesen zu sein. Diese Indoor-Spaziergänge beendest du drinnen. Leine ab, fertig. Kein Spaziergang als Belohnung, sonst hast du die Verknüpfung wieder drin.

Du entscheidest, was du dir wünschst

An der Tür legst du fest, was für dich gilt. Ich habe drei Hunde, deshalb ist mir wichtig, dass keiner ungefragt durch die Tür wieselt. Bei dir kann das anders aussehen. Wichtig ist nur, dass es eine Regel gibt und dass sie immer gilt, nicht nur, wenn du Zeit hast.

„Dein Hund sollte diese Schritte beherrschen, bevor ihr überhaupt draußen an der Leinenführigkeit trainiert.“

Erst wenn Anleinen, Schuhe und Tür langweilig geworden sind, geht es nach draußen. Dort wartet die nächste Übung: vor und zurück an der Schleppleine.

Die gesamte Reihenfolge findest du im Überblick zur Leinenführigkeit.

Häufige Fragen

Wie lange soll ich drinnen üben, bevor wir rausgehen?

Bis dein Hund beim Anleinen, beim Anziehen der Schuhe und beim Öffnen der Tür ruhig bleibt. Das kann zwei Tage dauern oder zwei Wochen. Woran du es merkst: Die Leine löst keine Aufregung mehr aus, sie ist einfach da.

Mein Hund dreht schon beim Anblick der Leine auf. Was tun?

Genau dafür ist die Übung. Leine zeigen, anlegen, wieder abnehmen, ohne dass etwas passiert. So oft, bis der Anblick langweilig wird. Wiederholung lässt die Aufregung kleiner.

Funktioniert das auch bei einem erwachsenen Hund, der seit Jahren zieht?

Ja, es dauert nur länger, weil die Verknüpfung Leine gleich losgehen älter ist. Gerade bei erwachsenen Hunden lohnt es sich, nicht draußen anzufangen, wo alles gegen dich arbeitet.

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