Körpersprache beim Hund: Grenzen ruhig und klar zeigen
Eine körpersprachliche Grenze muss ruhig, klar und angemessen dosiert sein. Zeige deinem Hund, welcher Raum gerade nicht verfügbar ist, und prüfe anschließend, ob die Grenze auch ohne deine Position bestehen bleibt. Dein Hund soll dabei keine Angst bekommen.
Eine Grenze mit dem Körper zeigen
Dein Hund frisst vom Boden und respektiert deine Grenzen nicht? Statt nur hinten dran zu hängen, zu ziehen oder gar nichts zu tun, probier doch mal, präsent Raum einzunehmen und das Verhalten tatsächlich zu stoppen. Du gehst dazwischen, du bist da, du besetzt den Platz zwischen Hund und Ding.
Anschließend prüfst du, ob die Grenze auch ohne Raumverwaltung eingehalten wird. Das ist der zweite Schritt, den viele vergessen: Die Grenze soll am Ende ohne dich funktionieren.
„Ganz wichtig ist hier, dass die Körpersprache angemessen dosiert wird und den Hund weder ängstigt noch eure Bindung schädigt.“
Grenzen müssen nicht laut oder grob sein. Eine Grenze kann auch einfach bedeuten: bis hierhin und nicht weiter. Wenn dein Hund ein Verhalten zeigt, das gerade nicht funktioniert, musst du ihn dafür nicht anschreien oder einschüchtern. Du kannst ruhig und klar reagieren und ihm zeigen, welche Konsequenz auf sein Verhalten folgt. Eine verständliche Konsequenz hilft dem Hund, Zusammenhänge zu verstehen.
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Was nach der Unterbrechung wichtig ist
Dass dein Hund im Moment stoppt, zeigt noch nicht, dass er die Regel dauerhaft verstanden hat. Prüfe auch, ob er sie einhält, wenn du den Raum nicht mehr mit deinem Körper begrenzt. Unter Ruhe und Grenzen findest du weitere Alltagssituationen.
Schnappt dein Hund nach Menschen oder besteht eine Gefährdung, brauchst du eine Trainerin vor Ort. Provoziere keinen Konflikt, um eine Grenze zu testen.
Geht es um eine konkrete Aufgabe nach einer Unterbrechung, hilft dir der Artikel zum Umorientierungssignal. Die anderen Einsatzbereiche findest du im Körpersprache-Überblick.
Häufige Fragen
Muss eine körpersprachliche Grenze einschüchtern?
Nein. Die Bewegung muss so dosiert sein, dass dein Hund sie versteht, ohne Angst zu bekommen. Lautes oder grobes Auftreten ist dafür nicht nötig.
Was prüfe ich nach dem Stoppen?
Prüfe, ob dein Hund die Grenze auch dann einhält, wenn du den Raum nicht mehr durch deine Position begrenzt.
Wann brauche ich Hilfe vor Ort?
Wenn dein Hund nach dir oder anderen schnappt oder eine Gefährdung besteht, gehört die Einschätzung zu einer Trainerin vor Ort.
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