Bleib trainieren: Körpersprache und Timing richtig einsetzen
Führe deinen Hund auf seinen Platz, sage „Bleib“ und zeige es mit den Händen. Schau ihn zunächst an, löse dann den Blick und entferne dich ein Stück. Der Marker kommt am weitesten entfernten Punkt – nicht erst beim Zurückkommen.
Beim Abspielen wird das Video von YouTube geladen, dabei werden Daten an Google übertragen.
Bleib ist ein Kommando, kein Ruhetraining
Mit „Bleib“ gibst du deinem Hund die Aufgabe, eine Position zu halten. Das ist etwas anderes als Ruhe- oder Deckentraining, bei dem dein Hund zur Ruhe kommen soll. Ein Hund kann eine Position halten und trotzdem aufgeregt sein.
Bleiben verständlich aufbauen
Beim Bleib-Training müssen dein Signal, deine Körperhaltung und dein Timing zusammenpassen. Beginne in einer ablenkungsarmen Umgebung und arbeite in kleinen Schritten. So kann dein Hund nachvollziehen, was du von ihm erwartest.
So läuft die Übung ab
- Sprich deinen Hund an und führe ihn auf seinen Platz.
- Sage „Bleib“ und zeige es mit deinen Händen. Dabei schaust du ihn an.
- Löse deinen Blick und entferne dich ein Stück.
- Setze den Marker dort, wo du am weitesten entfernt bist und die Situation für deinen Hund am schwierigsten ist.
Das Video zeigt den Ablauf und das Timing im Zusammenhang. Damit dein Hund auf das erste Signal hin bleiben kann, müssen Körpersprache und Timing verständlich sein. Der Marker kommt am schwierigsten Punkt des gewählten Trainingsschritts, nicht erst, wenn du wieder beim Hund angekommen bist.
Mit kleinen Bewegungen beginnen
Wenn der Ablauf noch nicht klappt, beginne mit Gewichtsverlagerungen, bevor du den Abstand vergrößerst. Arbeite kleinschrittig und plane Pausen ein. Mehr Abstand ist nicht automatisch besser: Wähle die Aufgabe so, dass dein Hund sie bewältigen kann.
Bleiben im Alltag
Deine Blickrichtung und deine Hände geben deinem Hund zusätzliche Informationen zum Wort. Achte deshalb darauf, wann du ihn anschaust und wann du den Blick löst. Wenn es um das Zur-Ruhe-Kommen geht, findest du den eigenen Aufbau unter Ruhe und Grenzen. Weitere Beispiele für verständliche Bewegung gibt es im Körpersprache-Überblick.
Häufige Fragen
Wann setze ich beim Bleib den Marker?
In diesem Aufbau am weitesten entfernten Punkt, wenn die Situation für deinen Hund am schwierigsten ist. Nicht erst beim Zurückkommen.
Was mache ich, wenn mein Hund sofort aufsteht?
Verkleinere den Trainingsschritt. Beginne mit Gewichtsverlagerungen und übe in einer ablenkungsarmen Umgebung.
Welche Rolle spielt mein Blick?
Beim Signal schaust du deinen Hund an. Danach löst du den Blick und entfernst dich ein Stück. Das Video zeigt diese Abfolge.
Das passt dazu
- ÜberblickHund zur Ruhe bringen und Grenzen setzen, ohne laut zu werdenDein Hund kommt nicht zur Ruhe? Bedürfnisse, Rückzugsorte und verständliche Grenzen: So baust du Ruhe zu Hause und an unbekannten Orten auf.
- ÜberblickKörpersprache und Kommunikation im HundetrainingKörpersprache und Kommunikation beim Hund: Leine, Grenzen, Rückruf und Bleib verständlich trainieren und Knurren als Warnsignal einordnen.
- WissenHund bellt dich beim Training an? Frustrationstoleranz aufbauenBellen beim Training ist ein Hinweis, kein Ungehorsam: Belohnung zu hochwertig oder Anleitung zu unklar. Was ich dann mache und wie Frustrationstoleranz wächst.
Zurück zum Überblick: Körpersprache und Kommunikation im Hundetraining